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"Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen den
Rechtsstaat."
Über die Enttäuschung vieler Bürgerbewegter über die
unzureichende juristische Aufarbeitung des DDR-Unrechts in der Bundesrepublik.
"Da ändert sich nicht alles mit einer
Cola-Flasche oder einem neuen West-Auto. Das macht einen nicht zum neuen
Menschen."
"Es gibt in einer
Diktatur nichts Wichtigeres als die Unterstützung der Bürgerrechtler von
außen."
Zum Krieg:
"Ich finde es so
schrecklich, weil doch fast immer nur Unschuldige getroffen werden und
die nächsten Terroristengeneration schon wieder in Sicht ist. Auch
wieder nur Ausdruck des Versagens der Internationalen Gemeinschaft." 25.07.2006
Über Robert
Havemann:
„Die Bürgerbewegung wäre Robert sympathisch gewesen. Politische Macht
hat ihm viel bedeutet, aber nicht um jeden Preis. Seine Selbstachtung
und selbständiges Denken waren ihm wichtiger. Zum richtigen Zeitpunkt
seine Mitverantwortung für den Lauf der Geschichte wahrzunehmen und zu
handeln, das verband ihn mit uns.“
Robert Havemann oder Wie die DDR sich erledigte, Katja Havemann, Joachim
Widmann, Ullstein Verlag, Berlin 2003
„Mein Platz ist in der Opposition.“
„taz“, 26.2.1990
„Ich kenne keine Partei, die mündige
Bürger hervorbringt.“
„taz“, 8.1.1990
Zur
Maueröffnung:
„Ich denke, daß jetzt doch einige Politiker im Westen Schweißtropfen
auf der Stirn haben, und die haben sie sich, glaube ich, auch verdient.
Da muß der Westen durch und da müssen wir durch.“
Interview im NDR, „Das Morgenecho“, 10.11.1989, 6.10 Uhr
„In der DDR hat es nicht einmal fünf
Minuten Sozialismus gegeben.“
Auf einer auf einer Veranstaltung im Gästehaus der FDJ am 4.11.1989;
Diskussion mit Bärbel Bohley, Tamara Danz, Dieter Dehm, Jürgen Eger,
Klaus Jentzsch, Toni Krahl, Heinz-Rudolf Kunze, Dirk Zöllner u. a.
„Es gibt keine Möglichkeit, sich mit
diesem Land zu identifizieren. Diese Umwahrheit, die hier herrscht,
diese Lüge. Jeder weiß doch, daß es nicht so ist, wie offiziell
behauptet wird. Und diese Situation verbietet es einem geradezu, sich
mit der DDR zu identifizieren.“
„Hamburger Morgenpost, 16.9.1989
„Ohne die viel geschmähte Opposition
geht es nicht, zu der wir uns endlich bekennen sollten.“
„taz“, 24.1.1989
"Warum wollen Sie zurück in die
eingemauerte DDR?
„Ich will unbedingt zurück, ich bin ja auch nicht freiwillig
weggegangen. Bezeichnenderweise wird mir die Frage vorwiegend in
Westdeutschland gestellt. In England hat mich niemand gefragt, warum ich
wieder zurück gehe. Wenn ich aus Südafrika wäre, würde sich
wahrscheinlich niemand wundern, warum ich wieder nach Hause fahre.“
„Der Spiegel“, 8.8.1988
„Ich bin eigentlich ein friedlicher
Typ. Ich weiß überhaupt nicht, warum die Mächtigen solch eine Wut auf
mich haben.“
„Der Spiegel“, 8.8.1988
„Wenn ich nur hätte malen wollen, wäre
ich mit 30 aus der DDR weggegangen. Aber mein Leben ist halt nicht nur
Malerei.“
„Der Spiegel“, 8.8.1988
"Mein Oppositionsgeist ist immer sehr
persönlich.“
„Die Zeit“, 25.3.1988
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